Warnung vor Betrug beim Auto-Verkauf /
Bezahlung mit ungedeckten Schecks
Das Bundeskriminalamt registriert
zunehmend Fälle, in denen hochwertige Kraftfahrzeuge mit nicht
gedeckten Schecks "bezahlt" werden.
Die
Vorgehensweise: Angebliche Mitarbeiter niederländischer Firmen
bzw. Personen, die sich mit englischen Personalien ausgeben,
kontaktieren per Telefon, Fax oder Internet deutsche
Autohändler und Privatpersonen, die Fahrzeuge im Internet und
in Fachzeitschriften anbieten und unterbreiten diesen ein
Kaufangebot.
Nach Abgabe einer verbindlichen
Bestellung wird zur Bezahlung des Kaufpreises ein Scheck aus
einem englischsprachigen Land - beispielsweise Großbritannien,
Irland, Kanada und USA - übersandt. Die Schecks weisen einen
Betrag aus, der teilweise deutlich über dem vereinbarten
Kaufpreis liegt. Der überzeichnete Betrag soll dem Abholer des
Wagens mitgegeben werden bzw. über die Western Union Bank
transferiert werden.
Da der Scheck in der Regel einer ersten
Überprüfung standhält, wird er dem Verkäufer zunächst von
seiner Bank gutgeschrieben. Erst später, nach Aushändigung des
Autos und des Bargeldes bzw. der Transaktion über die Western
Union Bank stellt sich heraus, dass der Scheck keine Deckung
aufweist oder gestohlen ist.
Dem Bundeskriminalamt sind mittlerweile
mehr als 100 derartige Fälle mit einer Schadenssumme von ca.
1,5 Millionen Euro bekannt geworden. Seit Jahresbeginn ist ein
deutlicher Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Die
Staatsanwaltschaft Augsburg hat dazu nun ein Sammelverfahren
übernommen.
Personen, die derartige Angebote
erhalten haben oder die bereits Opfer einer solchen Straftat
geworden sind, sollten in jedem Fall ihre örtliche
Polizeidienststelle informieren.
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